Immer mehr resistente Erreger
Einer der Gründe für immer mehr resistente Erreger ist ein zunehmend sorgloser Umgang mit Antibiotika. Experten beklagen, dass Antibiotika seit Jahrzehnten zur medizinischen Allzweckwaffe eingesetzt werden. Sie werden zu häufig, sinnlos und falsch dosiert verabreicht. Dadurch werden nur die schwachen Keime abgetötet, die starken werden immer resistenter und sind gegen Antibiotika immun. Da die meisten Keime vom Menschen selbst übertragen werden, ist eine umfassende Hygiene eine wichtige Voraussetzung beim Umgang mit Pflegebedürftigen. Wird sie vernachlässigt, kann das schwerwiegende Folgen haben.
Einfache Übertragung
Häufig gelangen die Keime über die Körperausscheidungen in die Umgebung. Über die Hände, die Nase und den Mund werden viele Keime verbreitet. Über alle natürlichen Körperöffnungen sowie kleinste Verletzungen gelangen die Erreger in den Körper. Häufig bemerken das die Betroffenen gar nicht.
Handhygiene wichtig
Der Hauptüberträger für Keime, ob multiresistent oder nicht, sind die Hände. Die meisten Infektionen im Gesundheitsbereich werden über die Hände übertragen. Deshalb müssen diese regelmäßig gewaschen werden - dies ist der sicherste Weg, um eine Übertragung von Mensch zu Mensch zu vermeiden. Bei der Handhygiene gilt: Gründlichkeit zählt doppelt. Die Hände müssen vollständig mit Wasser und Seife benetzt sein. Am besten schützt ein Desinfektionsmittel. Die Hände sollten mindestens 30 Sekunden eingerieben werden, damit auch alle Hautpartien erfasst sind. Besondere Sorgfalt ist auf die Finger zu legen, da sie am häufigsten in direkten Kontakt mit dem Pflegenden treten. Die meisten Keime befinden sich an den Fingerkuppen. Die Hände sollten immer vor und nach jedem Kontakt mit einem Pflegenden gewaschen werden.
Obwohl wir alle wissen, wie wichtig eine richtige Handhygiene ist, vernachlässigen wir sie dennoch. Machen Sie sich immer bewusst, dass Ihre Hände die Hauptüberträger aller Infektionskrankheiten sind. Gewöhnen Sie sich an, Ihre Hände regelmäßig zu waschen und zu desinfizieren. Sie vermeiden viele Infektionen, die für einen pflegebedürftigen Menschen schnell zu einer ernsthaften Erkrankung führen können.
Weiterführende Literatur:
Boschert, S.: 100 Tipps für eine zeitgemäße Altenpflege. 2010.
