Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Versetzen Sie sich in einen zu pflegenden Menschen, wird klar, dass das eigene Leben plötzlich nicht mehr das ist, was es war. Das Bett fühlt sich anders an, der eigene Körper ebenso, Maschinen und eine fremde Umgebung sorgen für Verwirrung. Häufig reagieren Kranke mit Verweigerungen oder ziehen sich in sich selbst zurück. In den 1980er Jahren hat der Sonderschullehrer Andreas Fröhlich die Methode der Basalen Stimulation formuliert, die sich erst einmal an schwerstbehinderte Kinder und die Möglichkeit, diese zu unterrichten, richtete. Die Diplom-Pädagogin Christel Bienstein übertrug seine Erfahrungen auf die Pflege von Erwachsenen mit schweren Erkrankungen.
Basale Stimulation soll schwerst erkrankten Menschen elementare Wahrnehmungserfahrungen ermöglichen, um sie zu verstehen, zu begleiten und sie zu fördern. Selbst schwerst beeinträchtigte Menschen sind in der Lage
Es kommen alle Menschen mit einer eingeschränkten Wahrnehmungs-, Kommunikationsfähigkeit und Bewegung in Frage. Sie brauchen jemanden, der ihnen die (veränderte) Umwelt wieder näher bringen kann, der sie in ihrer Beweglichkeit unterstützt und vor allem, der versteht, was der Mensch möchte.
Der Pflegende macht dem Patienten Angebote, auf die er reagieren kann. Dazu werden körperliche Reaktionen wie Mimik, Gestik, Sinneswahrnehmungen, Herzrhythmus, Atmung, Muskelanspannungen beobachtet, um eine grundlegende Kommunikation zu erlernen.
Basale Stimulation ist kein neues Konzept, das umgesetzt werden muss. Vielmehr soll die bisherige Pflege unter anderen Gesichtspunkten verlaufen. Durch das wechselseitige Erlernen der Kommunikation entstehen Verständnis und Respekt, der viele Tätigkeiten erleichtern oder größere Selbstständigkeit hervorbringen kann.